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Hessische Allgemeine (HNA) vom 28.06.2014


Kur gegen das Schrumpfen
Hegelsbergschule will gymnasiale Einstiegsklasse anbieten – Förderstufe bleibt

Die Hegelsbergschule in der Nordstadt hat mit sinkenden Anmeldezahlen zu kämpfen. Im kommenden Schuljahr reicht es laut Schulleitung voraussichtlich nur für zwei fünfte Klassen - in den vorigen Jahren waren es meist drei oder vier. Um etwas gegen die rückläufigen Schülerzahlen zu tun, will die Gesamtschule in Zukunft schon ab der fünften Klasse gesonderten Gymnasialunterricht anbieten. Das neue Konzept soll nächstes Jahr eingeführt werden.
Bislang lernen alle Hegelsbergschüler bis zur siebten Klasse gemeinsam und werden dann auf den Hauptschul-, Realschul- oder Gymnasialzweig verteilt.
 „Wir sehen die gymnasiale Eingangsklasse als Möglichkeit, unseren Standort langfristig zu sichern", sagt Schulleiterin Lydia Gundlach. Das sei auch der Wunsch vieler Eltern. „Immer mehr Eltern schicken ihre Kinder direkt aufs Gymnasium, weil sie befürchten, dass sie bei uns in den ersten zwei Jahren Zeit verlieren", sagt die 58-Jährige. Das sei auch der Hauptgrund für die rückläufigen Anmeldezahlen. „Kinder, die eine gymnasiale Eignung haben, gehen lieber gleich aufs Gymnasium", sagt Gundlach, die seit fünf Jahren die Gesamtschule mit Förderstufe leitet.
Für das neue Schuljahr haben sich nach Angaben des Schulverwaltungsamts 31 Kinder angemeldet. Es werden 37 aufgenommen. In der Vergangenheit seien es 60 bis 80 pro Jahr gewesen. „Natürlich spielt auch der demografische Wandel eine Rolle." Allerdings seien die Schülerzahlen der umliegenden „Zuliefer-Grundschulen" (Carl-Anton-Henschel-Schule, Schule am Warteberg, Fasanenhofschule) derzeit weitgehend stabil.
Damit das Konzept, das auch vom Ortsbeirat Nord-Holland befürwortet wird, umgesetzt werden kann, bedarf es einer Genehmigung. Dafür muss die Stadt als Schulträger einen Antrag beim Ministerium stellen. Das sei im Rahmen des Schulentwicklungsplans geschehen. „Wir hoffen, dass wir die Eingangsklasse zum Schuljahr 2015/2016 anbieten können", sagt Gundlach. Die Förderstufe, also das gemeinsame Lernen in der fünften und sechsten Klasse, solle jedoch parallel beibehalten werden, so Gundlach: „Die Förderstufe zeichnet uns schließlich aus und hat
Sich bewährt." (psn)   Foto: Schaffner