• Slide image
  • Slide image
  • Slide image
  • Slide image
  • Slide image
  • Slide image
  • Slide image

Hessische Allgemeine (HNA) vom 1.11.2011

 Sie hatten Spaß: Die Sechstklässler der Urban-Dance-Group der Hegelsbergschule mit
ihrem Tanztrainer Damaso Mendez-Leroy. Im Hintergrund das Hauptorchester des Bad

Wildunger Friedrichsgymnasiums unter der Leitung von Eduard Menzel (Foto: Malmus)

Immer auf dem Sprung

Klassisch schön: Das Musiktanzprojekt des Vereins Kzwo10

Von Kirsten Ammermüller

KASSEL. Klassik und Urban Dance - passen die zusammen? Ja, sagen die 80 Schüler der Hegelsbergschule, des Friedrichsgymnasiums und des Gustav-Stresemann-Gymnasiums Bad Wildungen. Davon ließ sich am Sonntag auch das Publikum im Südflügel des Kasseler Kulturbahnhofs überzeugen.
Dort präsentierte der Verein Kzwo10 unter dem Titel „Urban Dance meets Classic" die Ergebnisse intensiver Beschäftigung in Schüler-AGs mit Urban Dance und sinfonischer Tanzmusik für Orchester sowie deren Bereicherung durch elektronische Klangexperimente und Improvisation.
Der Untertitel „Classicjump" war Programm. Problemlos sprangen die Jugendlichen von einem Genre ins andere und zeigten, dass klassische Musik alles andere als verstaubt ist.
In drei Teilen präsentierten die Schüler ihre Auseinandersetzung mit einem Stück. Den Auftakt machte das Orchester des Friedrichsgymnasiums unter der Leitung von Eduard Menzel mit dem „Slavischen Tanz Nr. 8" von Antonin Dvorak. Daraufhin nahmen Schüler des Gustav-Stresemann-Gymnasiums das gleiche Stück und veränderten dieses mit dem Klangkünstler Wolfram Der Spyra zu einer neuen Komposition.
Der zweite Teil drehte sich um das Stück „In der Halle des Bergkönigs" von Edward Grieg. Die Schüler der Urban-Dance-Gruppe der Hegelsbergschule erarbeiteten dazu mit ihrem Leiter Damaso Mendez-Leroy eine Choreografie. Aufgemischt mit Beats und elektronischen Elementen wurde aus der eingängigen Melodie eine tanzbare Nummer.
Die größte Herausforderung lag offensichtlich im letzten Stück, Griegs „Anitras Tanz". Das Orchester meisterte das schwere Stück mit Bravour. Und auch die Live-Arrangements bahnten sich mit der eingängigen Melodie und den Beats den Weg ins Gehör des Publikums. Der zwischenzeitlich unklare Name gab den Neukompositionen ihre Namen „Anitra or Anita - Hauptsache sie tanzt" und „Anitras Brötchen". Begeisterter Applaus war die Antwort auf die Arbeit der Schüler.