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Hessische Allgemeine (HNA) vom 12.3.2012

Helfen, damit nichts passiert

Das Projekt PIT soll Schüler unterstützen, Gewalt zu erkennen und zu vermeiden

 

Inge Elbrecht-Wagner

 

Roman Ruß

 

Britta Keil

PHILIPPINENHOF/WARTEBERG. Wenn Kinder und Jugendliche streiten, ihre Konflikte eskalieren, stehen sie immer wieder vor der Frage: wann wird es hier richtig gefährlich, was muss ich tun, um aus einer brenzligen Situation herauszukommen?

Bei diesem Problem will die Schule Hegelsberg den Kindern mit dem Projekt PIT helfen. PIT steht für Prävention im Team. Zum PIT-Team an der Schule Hegelsberg gehören die beiden Lehrer Inge Elbrecht-Wagner und Roman Ruß. Zusammen mit Jugendarbeiter Bernd Tolkemit und Polizeioberkommissarin Simone Wolf zeigen sie den Jugendlichen Wege, Gefahrensituationen rechtzeitig zu erkennen, abzuwehren und sich zurückzuziehen. „Beim PIT-Projekt geht es um die Opfer und wie man ihnen helfen kann", erklärt Elbrecht-Wagner. Zusammen mit Ruß und Tolkemit stellte sie das Projekt jetzt dem Ortsbeirat Philippinenhof/Warteberg vor.
Die meisten Kinder hätten bereits Gewalterfahrungen gemacht, hieß es. Die Opfer von Aggression und Gewalt, etwa in der Straßenbahn oder auf Spielplätzen, seien immer verstört und ängstlich, der Situation und den Angreifern ausgeliefert.
Das soll durch PIT geändert werden. Vor allem in Rollenspielen werde geübt, wie man solche Gefahrensituationen erkennt, sich schützt und in Sicherheit bringt. Wichtig sei, dass jeder Teilnehmer in den Rollenspielen die Rolle des Täters und des Opfers einnehme. Dies sensibilisiere für die Angst und Hilflosigkeit, die ein Opfer empfindet.
Das PIT-Team sei besonders geschult. Außer an der Schule Hegelsberg gebe es PIT an der Mönchebergschule und an der Jean-Paul-Schule.
PIT ist ein Projekt zur Gewaltprävention der Hessischen Landesregierung und für die Schüler der Klassen 7 gemacht. Es werde gut angenommen. Fünf Projekttage pro Schuljahr stünden dafür zur Verfügung. Eine neue Mitarbeiterin gibt es im Spielhaus Weidestraße. Nachdem Petra Meyer als neue Koordinatorin der Kinder- und Jugendarbeit des Nordverbundes das Spielhaus verlassen hat, ist Britta Keil nachgerückt.

Neue Mitarbeiterin

Die 33-jährige Sozialpädagogin leitet nun das Spielhaus zusammen mit Jens Wende. Zuvor war sie im Jugendzentrum am Mattenberg in Oberzwehren und bei Jafka tätig. Britta Keils Stelle ist bis zum Sommer befristet.