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HNA vom 4.5.2005

"Was ist eigentlich Ihr Beruf?"

Wirtschaftsminister Rhiel startet Ausbildungskampagne in der Hegelsbergschule


Start der diesjährigen Kampagne: In der Hegelsbergschule präsentierte
Wirtschaftsminister  Dr. Alois Rhiel  (hinten Bildmitte)  die neuen Plakate zur

Werbung für mehr "Ausbildungsplätze 2005".                  FOTO: FISCHER

 

Von Christina Hein

NORD. Zunächst noch schüchtern dem hohen Besuch in Schlips und Kragen gegenüber, tauten die Jugendlichen immer mehr auf. „Gute Fragen", meinte der Minister anerkennend, als die Diskussion im vollen Gange war. Er versprach: „Wenn ihr wollt, komme ich wieder." Von Fragen wie „Was ist eigentlich Ihr Beruf?" bis „Wo sind die Berufschancen größer, in Kassel oder in Frankfurt?" beantwortet er geduldig, verständlich und mit deutlicher Sympathie für die jungen Leute alle Fragen.
Hessens Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel besuchte am Freitag Schüler aus den Vorabgangsklassen der Jahrgänge 8, 9 und 10 der Hegelsbergschule. Das allein wäre schon eine Ehre für die engagierte Schulgemeinde in der Nordstadt, aber Rhiel und eine hochkarätige Delegation mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft eröffneten in der Lernwerkstatt der Schule außerdem die Dachkampagne zur Ausbildung 2005.
Seit zwei Jahren springen sie einem an Bushaltestellen und an Litfaßsäulen ins Auge, die attraktiven Plakate der Kampagne „Suche Ausbildung -Biete Zukunft". Die Gesichter von jungen Menschen, die hoffnungs- und erwartungsvoll in eine wirtschaftlich nicht gerade rosige Zukunft schauen, zieren die großformatigen Plakate. Den gleichen Blicken begegneten die Politiker und Funktionäre jetzt in Kassel.
Mit der Kampagne soll auf die schwierige Ausbildungssituation aufmerksam gemacht und Betriebe ermuntert werden, Plätze für ihre berufliche Ausbildung anzubieten.

 



Jetzt startet eine zweite Werbestaffel und die Vertreter der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände (VhU), die Arbeitsgemeinschaften der Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer in Hessen sowie die Bundesagentur für Arbeit präsentierten den Schülern die verschiedenen Kommunikationsmittel dieser Kampagne zur Verbesserung der Ausbildungssituation. Dabei gab es eine Menge praktischer Tipps für die jungen Leute. Rhiel empfahl: „Wer sich auf den beruflichen Weg begibt, kann alles erreichen bis hin zum Hochschulstudium."
Jürgen Rudolph, vom gleichnamigen Baunataler Logistik-Unternehmen und VhU-Vertreter, appellierte an die Schüler: „Fixieren Sie sich bitte nicht auf einen Berufswunsch. Sollte es Ihnen nicht gelingen, den Traumberuf zu erreichen, greifen Sie auch bei der zweiten Wahl zu. Berufsfelder ändern sich, und: Man kann später jederzeit umsteigen."
Rhiel wünschte sich für die Schulabgänger, dass sie schnell in die berufliche Lebenswirklichkeit kommen, und fügte hinzu: „Dazu brauchen wir natürlich Ausbildungsplätze."
Übrigens: Rhiel beantwortete (nicht nur) Nesrins Frage nach seinem Beruf ausführlich und verriet, dass er vom Verkaufsleiter in einer Tapetenfabrik bis zum Oberbürgermeister in Fulda schon sehr viele Berufe ausgeübt habe.
Den Schülern machte Rhiel, der einhellig gut ankam, Mut: „Zeigt Einsatz, macht eure Bewerbung einzigartig, auch dadurch erhöhen sich eure Chancen."