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HNA 24.12.1991

Hegelsbergschule

 

Musikalische Reise durch den Advent

 

NORD-HOLLAND. Wie schnell gleitet eine Veranstaltung in der Weihnachtszeit ab in kitschige Rührseligkeit. Da ging es jetzt in der Schule Hegelsberg zum Glück ganz anders zu. Eingeladen war zu einem musikalischen Adventsabend, einer schönen Schultradition folgend.

Mit dieser Veranstaltung, so Direktor Stefan Appel, wolle man nicht nur das Schulhalbjahr ausklingen lassen, sondern auch etwas vom Leben der Schulgemeinschaft zeigen. Und diese Gemeinschaft geht offensichtlich über die eigentliche Schulzeit weit hinaus, waren doch immerhin zahlreiche "Ehemalige" an diesem Programm beteiligt.

Die vielen Chorsänger und Instrumentalisten alle unter einen Hut zu bekommen, gelang Klaus Lossdörfer gekonnt, der sich auch nicht scheute, einen zweiten Anlauf zu wagen, wenn es beim ersten Mal nicht geklappt hatte.

"Fröhlichkeit" hieß das beherrschende Thema, und von der "frohen Weihnacht" sangen dann auch gleich zu Beginn die Mädchen und Jungen der Klassen 5/6. Klang es bei den Liedern und Musikstücken aus dem Alpenraum noch sehr gediegen, heimelig und sehr vertraut, so vermittelten die Spirituals aus den USA sehr anschaulich ein anderes Gefühl von Advent und Weihnachten ("Go tell it on the mountain").

Ob nun Flötengruppe, Chor in verschiedenen Zusammensetzungen, Gitarrengruppe oder Instrumentalkreis - stets ernteten die Akteure ihren wohlverdienten Beifall. Denn die französischen Tänze des 16. Jahrhunderts, die Weihnachtslieder aus England und Südarnerika oder gar der mächtig daherkommende Chorsatz "Machet die Tore weit" bedurften schon einer intensiven musikalischen Vorbereitung.

Besonderen Beifall erntete "In the Frontline", die Band der Hegelsbergschule, mit drei Proben aus ihrem Repertoire.

Die einfühlsame Moderation von Bärbel Buttgereit trug wesentlich zum Gelingen dieses musikalischen Adventsabends bei. Es war ebenso nützlich wie angemessen, daß sie dabei einen konkreten Bezug zu dem Schicksal vieler Menschen herstellte, die als Asylanten oder als Opfer von Krieg und Haß allein sind. (pna)