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HNA vom 21.5.2008

Junges Team heiß auf Eis

Für einen Tag übergibt der Unternehmerkreis Nordstadt einen Betrieb in Schülerhände

 

 
Schultag auf Eis gelegt: Das Formel-1-Team Anna-Lena, Eisdielen-Chefin Luciana Montirosso,
Lehrerin Inge Elbrecht-Wagner, Tigiste, Umut, Larissa, Katja, Sascha, Sozialarbeiterin
Stefanie Mertes-Pojanowski, Klaus Zindel vom Unternehmerkreis Nordstadt und Kevin. Foto: Ditzel

NORDSTADT. Eine solche Schlange vor der Verkaufstheke wie am Freitagnachmittag hatte man in der Eisdiele Formel 1 in der Bunsenstraße noch nie gesehen. Innerhalb weniger Minuten standen dort 200 Schüler der nahe gelegenen Hegelsbergschule an. Grund für den Andrang: Sieben ihrer Mitschüler waren an diesem Tag für die Eisproduktion und den Verkauf zuständig - natürlich unter den Argusaugen von Chefin Luciana Montirosso. Der Tag im Berufsleben war eine Idee des Unternehmerkreises Nordstadt, der das Interesse verfolgt, Jugendliche, die bald von der Schule abgehen, konkret mit dem Alltag in verschiedenen Berufen vertraut zu machen. Natürlich auch, um für das Berufsbild zu werben, und diesbezüglich war die Aktion „Formel 1" ein voller Erfolg für alle Beteiligten.
Der Tag in der Eisdiele war für die Schüler der krönende Abschluss. Vorausgegangen waren theoretische und praktische Schulungen in Sachen Hygiene und Produktion. Den Kontakt zum Unternehmerkreis hatte Inge Elbrecht-Wagner, Lehrerin der Schub-Klasse - so nennt man die Klasse, in der Schüler auf das Berufsleben vorbereitet werden - nach einem HNA-Artikel über dessen „Betriebe in Schülerhände"-Angebot geknüpft.
Sowohl Klaus Zindel, Vorsitzender des Unternehmerkreises, wie auch Luciana Montirosso lobten zum Abschluss die Teamfähigkeit und Freundlichkeit der jungen Menschen. Als Nächstes soll ein Hotelbetrieb für einen Tag in Schülerhände übergeben werden.
Und wie fanden die Hauptakteure die Auseinandersetzung mit dem Berufsbild Eisverkäufer und -produzent? Katja Scholz (15) fand es toll, „die Erfahrung in einem kleinen Betrieb zu machen, in dem alles noch von Hand hergestellt wird". Ihre Klassenkameradin Anna-Lena Bringmann (15) hatte befürchtet, dass alles „viel stressiger und schwieriger wird", was aber „durch die Arbeit im Team aufgefangen wurde". Tigiste Gebremeske (18) könnte sich vorstellen, auf Dauer in einem solchen Betrieb zu arbeiten, denn „das Verkaufen und die Gespräche mit den Kunden waren wunderschön". Auch wenn es 200 Kunden auf einmal waren.