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HNA vom 8.7.2009

HNA SERIE Heimatkult: Kasseler Szene

Selbstbewusste Mädchen mit rosigem Start

Die siebenköpfige Girlgroup Seven Roses der Schule Hegelsberg begann ihre Karriere bei einer Absolventenfeier von Mercedes

Von Natascha Tschernoster

 

Mädchenpower: Die Schulband Seven Roses mit ihren sieben Mitgliedern (von links)
Lemlem Araya, Dominika Banasik, Sevtap Bek, Ayse Kabak, Asima Kominova,

Arena Ame und Glodie Katulamo. Foto: Tschernoster

KASSEL. Sieben Rosen für sieben junge Künstlerinnen - schon war der Name Seven Roses gefunden. Die fünf Sängerinnen Lemlem, Dominika, Asima, Arena und Glodie bilden zusammen mit den Technikerinnen Sevtap und Ayse die Schulband Seven Roses der Schule Hegelsberg.

Seit Sommer 2008 hat Musiklehrer Günter Flechtner seine Stammformation gefunden. Durch eine Lernpartnerschaft mit Mercedes in Kassel bekamen die 13- bis 15- Jährigen dann ihren ersten großen Auftritt bei der Absolventenfeier der Auszubildenden des Werkes. Vom Bildungsleiter gab es dort besagte Rosen.

Der Höhepunkt der bisherigen Karriere der Schulband ist der dritte Platz bei dem Jugend-Song-Contest der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck "Tonträger gegen Rechtsextremismus". Bandmitglied Dominika, genannt Nikki, hat dafür eigens einen Titel geschrieben: In „Teil von mir" geht es darum, dass Menschen wegen ihres Andersseins verfolgt werden. Ein Video produzierten sie mit ihrem Lehrer Günter Flechtner selbst dazu. Die Preisverleihung fand beim Hessentag statt. Mit den anderen Siegern wird auch eine CD mit den eingesendeten Liedern zusammengestellt.

15 Lieder haben die Mädchen bisher in ihrem Repertoire. Zwölf davon sind Coverversionen, Songs von Silbermond, Kelly Clarkson und Le-Ann Rimes. Gesungen wird in Englisch und Deutsch, meist Balladen aus der Popmusik.

Drei Titel hat Nikki bereits beigesteuert. Musik liegt in der Familie, sagt die 14-Jährige. Mit ihr hat die Schulband eine eigene Songschreiberin, die auch in Zukunft noch viele Lieder für Seven Roses produzieren möchte. In der Schule kann die Band mit der entsprechenden Technik die Lieder selbst aufnehmen, dafür sitzen Sevtap und Ayse an den Mischpulten.

Auch wenn sie noch nicht viele Auftritte außerhalb Schule hatten, die jungen Musikerinnen haben Interesse an dem Dasein in der Öffentlichkeit gefunden und fühlen sich wohl auf der Bühne. Alle Schüchternheit im Alltag ist auf der Bühne vergessen, sagt Glodie. „Die Auftritte geben uns viel Selbstbewusstsein."